Münstersches Orgelmagazin
Kirchen, Orgeln und Glocken in Münster
Altstadt - ev. Apostelkirche

Die Ott-Orgel  der ev. Apostelkirche Münster

Erst relativ spät nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1968, erhielt die Apostelkirche eine angemessene Orgel. Sie wurde von Paul Ott (Göttingen) auf drei Manualen und Pedal mit mechanischen Schleifladen erbaut, der fünf Jahre zuvor bereits ein ähnliches Instrument für die Evangelische Universitäskirche geliefert hatte. Auch hier kann das Brustwerk mit einem von Hand zu bedienenden Hebel geöffnet bzw. geschlossen werden - mehr ein Mittel zur Klangdämpfung als zur Beeinflussung der Dynamik.
1990 wurde die Orgel - auch dies eine Parallele zur Universitätskirche - von der Firma Karl Schuke aus Berlin klanglich und technisch sehr behutsam überholt, ohne die der frühen Orgelbewegung verpflichtete Klangästhetik des Erbauers grundlegend zu verändern. Lediglich die Pedalposaune erhielt eine deutlich stärkere Durchsetzungskraft als sonst bei Ott-Orgeln üblich.

 

Disposition der Hauptorgel

I. Manual Hauptwerk C-g'''
1. Quintade 16'  
2. Prinzipal 8'  
3. Rohrflöte 8'  
4. Oktave 4'  
5. Gedackt 4'  
6. Nasat 2 2/3'  
7. Oktave 2'  
8. Rauschquinte II 2 2/3' + 2'  
9. Mixtur IV-VI 1 1/3'   
10. Trompete 16'  
11. Trompete 8'  
II. Manual Oberwerk C-g'''
1. Holzpfeife 8'  
2. Prinzipal 4'  
3. Rohrflöte 4'  
4. Waldflöte 2'  
5. Sesquialtera II 2 2/3' + 1 3/5'  
6. Oktave 1'  
7. Scharff III-V 1'   
8. Dulzian 16'  
  Tremulant    
III. Manual Brustwerk (Schwellwerk) C-g'''
1. Holzgedackt 8'  
2. Blockflöte 4'  
3. Prinzipal 2'  
4. Terz 1 3/5'  
5. Quinte 1 1/3'  
6. Zimbel II 1/2'   
7. Regal 8'  
  Tremulant    
Pedal C-f'
1. Prinzipal 16'  
2. Subbass 16'  
3. Oktave 8'  
4. Pommer 8'  
5. Oktave 4'  
6. Nachthorn 2'  
7. Mixtur V 2'   
8. Posaune 16'  
9. Trompete 8'  
10. Schalmey 4'  
Nebenregister
1. Manualkoppel OW/HW
   
2. Manualkoppel BW/HW
   
4. Pedalkoppel HW/P    
5. Pedalkoppel OW/P    
6. Pedalkoppel BW/P    
  Schleifladen    
  Spieltraktur: mechanisch    
  Registertraktur: mechanisch
   
 

Das Steinmann-Positiv

Für den Einsatz bei der Figuralmusik, beispielsweise bei den anspruchsvollen Passions- und Oratorienaufführungen, wurde 1981 ein transportables Positiv von der Firma Steinmann aus Vlotho erworben.

Manual C-b / h-g'''
1. Gedackt 8'
2. Rohrflöte 4'  
3. Prinzipal 2'  
4. Quinte 1 1/3' ab h
5. Oktave 1'  
6. Regal 8'  
Pedal C-d' angehängt
  Mechanische Schleifladen