| Jever - Die norddeutsche Orgellandschaft könnte um ein bedeutendes historisches Instrument reicher sein, hätte nicht am 1. Oktober 1959 ein verheerender (weil aus Wassermangel nicht zu bekämpfender) Brand die Stadtkirche im friesischen Jever vernichtet. Das vom westfälischen Orgelmacher Johann Adam Berner um 1750 erbaute Instrument hatte die Jahrhunderte leidlich überstanden. Vom Erbauer gleichstufig angelegt, zählte es bis zu einer Rückführung in eine ungleichstufige Stimmung um 1820 zu den relativ modernen Orgeln in der Region. Ein Umbau durch Philipp Furtwänlger um 1850 und eine erste Restaurierung durch Alfred Führer in der frühen Nachkriegszeit hatten keine Spuren hinterlassen, die nicht mit heutigen Rekonstruktionsmethoden hätten korrigiert werden können.
Aus Anlaß des 50. Jahrestages erinnert die Kirchengemeinde mit einer Fotoausstellung, die auch als Bildergalerie im Internet gezeigt wird, an die Brandkatastrophe. Am 1. Oktober 2009 findet um 16 Uhr ein Rundgang statt, bei dem Zeitzeugen von dem Ereignis berichten. Anschließend gibt es eine Andacht in der nach dem Brand neu erbauten Kirche, die eine dreimanualige Orgel von Alfred Führer beherbergt.
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<25. September 2009> |